Augsburg, 28.08.2026. Die mit 56.700 Euro dotierten Schwaben Open by Great2Stay 2026 bewegen sich auf die Zielgerade. Am Freitag wurden auf der Anlage des TC Augsburg bei regnerischem Wetter die Halbfinals im Einzel und im Doppel ausgetragen. Nachdem auch der Berliner Benito Sanchez-Martinez als vierter DTB-Spieler den Argentinier Facundo Mena nicht besiegen konnte, verabschiedete sich beim ATP-Challenger-Turnier der Kategorie 50 mit dem Österreicher Sandro Kopp nach dessen Niederlage gegen den Rumänen Cezar Cretu auch der letzte deutschsprachige Spieler im Feld.
Mena triumphiert im Matchball-Krimi gegen Sanchez-Martinez
Auf dem Centre Court im Siebentischwald wurde der Halbfinaltag von Benito Sanchez-Martinez (ATP-Nr. 1244) eröffnet. Dabei galt es für den Berliner die deutsche Fahne hochzuhalten, schließlich konnte sein argentinischer Gegner Facundo Mena (ATP-Nr. 345) mit dem Münchner Max Rehberg, Kai Wehnelt aus Berlin und dem Bückeburger Daniel Masur bereits drei DTB-Spieler aus dem Turnier nehmen.
Und erneut sollte sich der 33-jährige Mena als unangenehmer Gegner erweisen, zeigte sich früh als Rückschläger präsent und konnte sich die ersten beiden Break-Möglichkeiten der Partie erspielen. Doch der 24-jährige Sanchez-Martinez konnte sich mit starken Aufschlägen und mutig gespielten Bällen im Spiel halten und sich beim Stand von 5:4 erstmals bei Service seines Gegners zeigen. In einem Marathon-Spiel erkämpfte sich der ehemalige College-Spieler mehrere Satzbälle und konnte bei seiner fünften Möglichkeit zugreifen. Mit dem Momentum im Rücken wirkte der Qualifikant weiterhin am Drücker, ehe der Regen einsetzte und die Partie beim Stand von 2:2 für eine halbe Stunde unterbrochen werden musste. Bei der Wiederaufnahme schien die Pause seinem Gegner etwas besser in die Karten gespielt zu haben, der sich gleich das Break sichern und den Satzgleichstand sicher durchservieren konnte.
Im dritten Durchgang fand Sanchez-Martinez wieder zu seinen geradlinigen und druckvollen Schlägen und konnte dem argentinischen Sandplatz-Spezialisten durchgängig Paroli bieten. Nachdem beide Protagonisten jeweils zwei Breakchancen nicht nutzen konnten, musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Dort wackelte erst der DTB-Spieler, als er zwei Aufschläge in Folge zum 1:4-Rückstand abgeben musste. Aber auch Mena hatte mit den Nerven zu kämpfen und ließ seinen Gegner noch einmal zurückkommen. Beim Stand von 6:5 hatte Sanchez-Martinez Matchball, den er aber im längsten Ballwechsel der Partie nicht verwerten konnte, woraufhin er seinem Gegenüber nach zwei weiteren abgebebenen Punkten zum 4:6, 6:4, 7:6 (6)-Erfolg gratulieren musste.
Im On-Court-Interview kommentierte zufriedene Sieger: „In einer spannenden Partie mit tollen Ballwechseln waren beide Spieler im entscheidenden Tiebreak etwas ängstlich und haben bei eigenem Aufschlag gewackelt. Beim Matchball von Benito habe ich alles reingelegt und bis zum Schluss gekämpft. Dadurch konnte ich anschließend das Match auf meine Seite ziehen und freue mich natürlich unfassbar auf mein erstes Challenger-Finale in diesem Jahr.“ Etwas schmunzelnd ergänzte er: „Zwar werde ich im Endspiel keinen deutschen Gegner haben, dennoch freue ich mich riesig, dass ich wie die letzten Tage auch mein letztes Match im Turnier auf diesem tollen Centre Court bestreiten darf.“


